Eine Rückschau unseres 1. Vorsitzenden Jürgen Rau zum 70-jährigen Bestehen des BBK Düsseldorf/ Neuss

Als sich vor 70 Jahren die Basketballszene in Deutschland etablierte, ging es zunächst nur einmal darum, sich auf eigene Füße zu stellen.

Bis zu diesem Zeitpunkt wurde dieses "amerikanische" Spiel von den Handballern mitverwaltet und organisiert. Obwohl Basketball erstmals 1936 bei olympischen Spielen präsentiert wurde, dauerte es doch noch bis 1948, bis sich der Basketball verselbstständigte.

Im Wege dieser Umorientierung wurde zuerst der Basketballkreis Düsseldorf im Frühjahr 1948 gegründet. Das genaue Gründungsdatum konnte nicht mehr recherchiert werden. Im November des gleichen Jahres folgte der Westdeutsche Basketballverband. Im Oktober 1949 dann der Deutsche Basketballbund. Erstaunlich daran ist, daß alle drei Gründungen in Düsseldorf vollzogen wurden. Man kann getrost behaupten, daß in Düsseldorf die Wiege des Deutschen Basketball steht!

Der erste Vorsitzende 1948 war Hans Kirchhoff. Ab 1956 folgten Willi Berresheim, und Claus Wolff. Von 1973 bis 1996, also 23 Jahre, wurde der Kreis von Walter J. Breuer geführt, der heute Ehrenvorsitzender des Kreises ist. Von 1996 bis 1997 übernahm Ralph Wittke den Vorsitz, der das Ruder im Frühjahr 1997 an Jürgen Rau weitergab.

Der Aufwärtstrend war mit der Gründung in 1948 nicht mehr aufzuhalten. Zwangsläufig stellten sich auch die Erfolge ein. Im Jahre 1956 wurde die erste Deutsche Meisterschaft der Herren des ATV Düsseldorf eingefahren. Ab 1965 begann dann die Ära des weiblichen Basketballes, der seitdem 42 mal den Meistertitel oder Pokalsiegertitel erringen konnte. In die Meisterriege reihten sich neben dem ATV und TVG später BG ART/TVG natürlich DJK Agon ein, der in den 80er Jahren 9 x hintereinander Meister wurden und auch die BG ART/TVG.

Die Sportgesellschaft in Deutschland funktioniert nur über ein kollektives Miteinander. Diesen Gedanken zu verbreiten sehe ich auch als unsere gemeinsame Aufgabe an. Auch wenn einige meinen, dies sei spießig oder konservativ. Ohne die Mithilfe auf ehrenamtlicher Basis kann unser System nun einmal nicht funktionieren.
Mithilfe durch Geld zu ersetzen würde dann doch wieder bedeuten, daß sich Basketball nur die reicheren leisten könnten. Dies kann wohl nicht im Sinne des Sports sein.

Wenn auch heute Fußball und Tennis in der Gunst der Medien und der Zuschauer die vorderen Plätze belegt, ist die Basketballbewegung kaum aufzuhalten. Auch die Zuschauerzahlen in der Bundesliga steigen ständig.

Jürgen Rau

   
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